Mitglieder in Westtünnen


Dietrich-Bonhoeffer-Schule
Heike Göhr
Brehmstraße 11
59069 Hamm
Telefon 02385 496
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Evangelischer Kindergarten
Anja Paetzold
Dietrich-Bonhoeffer-Straße 5
59069 Hamm
Telefon 02385 8234

KiTa Kolping Kids eV
Hildegard Becker
Dietrich-Bonhoeffer-Straße 21
59069 Hamm
Telefon 02385 3063
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Katholischer Kindergarten
Ute Stromberg
Delpstraße 8
59069 Hamm
Telefon 02385 2301

Bericht des WA, 27.01.2005



Westtünner und Berger Einrichtungen schließen sich dem städtischen Projekt "Hammer Elternschule" an. Der Referatsleiter für Jugend und Soziales, Theo Hesse, übergab die Mitgliederplaketten.

Die Geburt ist überstanden, das "Kind" wird mit Sekt und Orangensaft gefeiert, und der eine oder andere mag sich Schweißperlen von der Stirn gewischt haben. Seit 2003 gingen unter anderem Vertreter von Kindergärten und Schulen in Westtünnen und Berge mit der Idee schwanger, sich der damals neu initiierten Elternschule Hamm anzuschließen. Am Dienstagabend erhielten sie die "Geburtsurkunden": Theo Hesse, Referatsleiter Jugend und Soziales, überreichte ihnen in der Dietrich-Bonhoeffer-Schule die Mitgliederplaketten.

Die Westtünner Grundschule, die Kindertageseinrichtungen Kolping-Kids, Bonhoeffer-Haus, Zur Heiligen Familie und Regenbogen und das Erste-Hilfe-Trainingscenter Richter bilden die Westtünner beziehungsweise Berger Keimzelle der Elternschule. Damit sind stadtweit rund 50 Einrichtungen in das Projekt integriert, in dem Schulen,Kindergärten und andere mit Erziehung befasste Institutionen zusammengeschlossen sind. Ziel ist neben der Förderung von Dialogen vor allem die Beratung und Schulung von Eltern.

"Wir sind stolz, dass wir in Westtünnen gemeinsam Elternschule werden", sagte Ursula Harkenbusch, Konrektorin der Dietrich-Bonhoeffer-Schule. Durch die Kooperation von Einrichtungen und Erziehungsberechtigten werde angestrebt, dass Kinder im Elternhaus, im Kindergarten und in der Grundschule einem "gleichbleibenden Verständnis von Erziehung" begegneten. Schwerpunkt an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule werde zunächst einmal Elternbildung sein.

Zu Beginn der Planungen sei man auf Skepsis der Eltern gestoßen, berichtete Hesse. Elternschule sei aber ausdrücklich nicht nur für Familien gedacht, die in sozial schwierigen Verhältnissen leben. "Sie soll für alle, die sich mit Kindern befassen, Konzepte für verschiedene Lebenslagen aufzeigen."

Bezirksvorsteherin Doris Conrady blickte auf die Geschichte der Elternschule im Stadtbezirk zurück. "Nach dem Runden Tisch, an dem über das Projekt informiert worden war, schieden sich die Geister", erinnerte sie sich. Letztlich aber hätten sich fast alle Einrichtungen Westtünnens und die Berger Kita Regenbogen zum Beitritt entschlossen; "Eltern müssen keine Probleme haben, um in die Elternschule zu kommen", warb Conrady. "Aber was man dort lernt, ist so wichtig."

Dass Bedarf an Beratung vorhanden ist, bewiesen die bisherigen Erfahrungen der Erzieherinnen. "Die Resonanz von Eltern auf die Initiative ist jetzt schon sehr groß", sagte Monika Günnemann von den Kolping-Kids.

Die Zukunft der Elternschule, sagte Hesse, werde darin für die im Projekt erarbeiteten Ideen und Konzepte zu entwickeln. "Die Elternhäuser müssen mitmachen", betonte der Fachbereichsleiter. Außerdem werde angestrebt, im Rahmen der städtischen internationalen Kontakte auch einen Dialog von Pädagogen und pädagogisch Interessierten zu erreichen.

Seit Anfang des Jahres existiert im Jugendamt eine offizielle Geschäftsstelle der Elternschule, die von Mirella Baron geleitet wird. Sie plant derzeit Regionaltreffen für die Stadtbezirke, um den Austausch auf dieser Ebene zu verfestigen.

Eine Rhyneraner Elternschule soll demnächst ebenfalls aus der Taufe gehoben werden: Vier Einrichtungen planen, sich dem Projekt anzuschließen.

Im Anschluss an die Plakettenübergabe hielt Gabriela Kreter, Leiterin der Projektgruppe, einen Vortrag zum Thema "Grenzen setzen"